Städtische Häuser in Zürich II

„Stadt“ entsteht nicht aus dem Geiste des „Design“ im Interesse anonymen Investments.
Das Design muss sich nicht architektonischen Fragen der Nützlichkeit, Haltbarkeit und Schönheit stellen, der Zweck (der Vermarktung) heiligt seine Mittel, oft schon bevor es materiell verwirklicht wurde. Doch Design zersetzt die Stadt. Im Zuge der Globalisierung macht es aus Stadtindividuen Allerweltsstädte. Design zielt auf Globalität und den Augenblick. Architektur dagegen kennt Herkunft und zielt auf Dauer.

Die Stadt, wie wir sie zu schätzen gelernt haben, ist aus individuellen Häusern gebildet, aus Hauscharakteren, auf privater Parzelle in geschlossener oder offener Bauweise, einer Bauflucht folgend entlang einer Strasse, die einen Namen hat. Diese gewinnt ihre Eigenart aus der Vielfalt der Häuser, die sie als Raum konstituieren, und sie zu einer Adresse werden lassen.

Solche Wohn- und Geschäftshäuser wollen wir für Zürich entwerfen, an gegebenem Ort, den konkreten Vorstellungen eines Bauherrn folgend.

Die normalste Bauaufgabe der Welt, möchte man meinen, und doch eine der schwierigsten: Ein städtisches Wohn- und Geschäftshaus.
Studentenarbeiten
Andreas Aeschbacher
Thomas Fischnaller
Nadja Moser


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rev. 9/4/2008 , Caroline Fiechter